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Entstehung von Knochenmetastasen

Knochenmetastasen können entstehen, wenn ein Tumor Zellen in die Knochensubstanz absiedelt. Voraussetzung für den Prozess der Metastasierung ist, dass die Geschwulst invasiv wächst. Dazu muss der Tumor seine natürliche Gewebsgrenze durchbrechen und umliegendes Gewebe infiltrieren. Erreicht er dabei ein Blut- oder Lymphgefäß, können sich Zellen ablösen und ins Blut oder in die Lymphe gelangen. Mit dem Blut können Tumorzellen auch zu weiter entfernten Organen vordringen und sich dort ansiedeln, teilen und so eine Tochtergeschwulst bilden.

Knochenmetastasen – auch sekundäre Knochentumoren genannt – entstehen in der Regel durch eine Absiedelung von Tumorzellen ins Blut. Gelingt es ihnen, die Gefäßwand zu durchdringen und das Blutgefäßsystem zu verlassen, können sie an der Knochenoberfläche anhaften und kleine Tochtergeschwülste (sog. Mikrometastasen) bilden. Eine Knochenmetastase liegt dann vor, wenn die Zellen in den Knochen eingedrungen sind.

Formen von Knochenmetastasen

Sekundäre Knochentumoren bzw. Knochenmetastasen können osteoplastisch oder osteolytisch sein. Bei osteoplastischen Metastasen kommt es vorwiegend zu einer Neubildung von Knochensubstanz und damit zu einer Verdichtung des Knochens. Diese Tumoren verändern so die physikalischen Eigenschaften des Knochens und können u. U. eine Instabilität zur Folge haben.

Osteoklastische oder osteolytische Knochenmetastasen hingegen führen überwiegend zu einem Knochensubstanzabbau. Bei diesem Prozess können größere Mengen Kalzium freiwerden. Dadurch wird nicht nur der Knochen instabil, sondern es kann außerdem zu einer sog. Hyperkalzämie (erhöhter Kalziumgehalt im Blut) kommen, durch die u. U. Kalkablagerungen in Organen entstehen können.

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