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Informationen zu Knochenmetastasen
Knochenmetastasen (Skelettmetastasen)
Im Verlauf vieler Tumorerkrankungen kann es zu einer Absiedelung von Tumorzellen über das Blut- oder das Lymphsystem in andere Organe kommen. Dieser Vorgang wird Metastasierung genannt. Bilden sich diese Tochtergeschwülste in den Knochen, wird dies mit den Begriffen Knochenmetastasen oder Skelettmetastasen bezeichnet. Knochenmetastasen sind somit Absiedelungen eines malignen Primärtumors in die Knochensubstanz. Sie entwickeln sich nicht aus Zellen des Knochengewebes, sondern aus Zellen des Organs, dem der Primärtumor entstammt.
Einige Krebsarten siedeln besonders häufig Tumorzellen in die Knochen ab. Dazu gehören v. a. Brustkrebs und Prostatakrebs. Ebenfalls sehr häufig treten Knochenmetastasen bei malignen Tumoren von Lunge, Niere oder Schilddrüse auf.
Auf- und Abbauvorgänge im Knochengewebe werden vom Tumor beeinflusst
Die Knochensubstanz ist stetigen Auf- und Abbauprozessen unterworfen. Dies ist notwenig, um das Skelett bei Bedarf an sich ändernde Anforderungen anzupassen. Beide Prozesse sind dabei im Gleichgewicht. Es gibt Zellen, die Knochensubstanz aufbauen und solche, die sie abbauen. Der Aufbau des Knochengewebes wird von den Osteoblasten geleistet. Aus ihnen entwickeln sich die Knochenzellen oder auch Osteozyten. Diese Zellen bilden die Knochensubstanz. Abgebaut wird die Knochensubstanz von den Osteoklasten.
Knochenmetastasen können diese Vorgänge aus dem Gleichgewicht bringen und so die Bildung oder die Zerstörung von Knochengewebe fördern. Je nachdem, welcher Prozess in den Vordergrund tritt, unterscheidet der Mediziner osteolytische (Knochensubstanz abbauende) Metastasen, osteoplastische (Knochensubstanz aufbauende) Metastasen und gemischt osteolytisch/osteoplastische Metastasen.