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Ratgeber Knochenmetastasen

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Was sind Knochenmetastasen?
Kann eine Spinale Tumorablation mit Radiofrequenz-Energie – kurz STAR – helfen?

Die Streuung von Krebs in entferntes Gewebe wird als Metastase bezeichnet. Krebszellen lösen sich dabei vom primären Tumorherd und gelangen über Blut- oder Lymphgefäße in andere Körpergewebe. Neben Brust- und Prostatakarzinomen sind es vor allem Schilddrüsen-, Nieren- und Lungenkarzinome, die häufig Knochenmetastasen bilden. Wenn Tumorzellen in die Knochen wandern, ist sehr häufig die Wirbelsäule betroffen (50-80%). Hierbei treten insbesondere im Bereich der Lenden- und Brustwirbelsäule starke Schmerzen und ein erhöhtes Bruchrisiko auf. Eine Radiofrequenz-Ablation kann helfen.

Therapie Wirbelkörpermetastasen

Für die Therapie von Wirbelkröpermetastasen stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Abhängig von der jeweiligen Tumorart können Operation oder Strahlentherapie eingesetzt werden. Bisphosphonate können zum Einsatz kommen, um den Abbau der Knochensubstanz zu unterdrücken und die Knochenstärke zu stabilisieren. Aber auch Chemo- und/ oder Hormontherapie können zur Anwendung kommen.

Kombiniert werden können all diese Therapieansätze mit einer neuartigen Methode, welche seit Ende 2013 auch in Deutschland verfügbar ist. Bei dem minimal-invasiven Eingriff wird die Wirbelkörpermetastase zunächst mittels Hitze zerstört (abladiert) und der Wirbelkörper anschließend durch Einbringen von Knochenzement stabilisiert.

Diagnose Knochenmetastasen

Häufig sind immobilisierende Rückenschmerzen das erste Symptom, das bei der Diagnose von Wirbelkörpermetastasen genannt wird. Auch das Auftreten von Wirbelbrüchen, gerade wenn keine Stürze vorliegen, kann ein Hinweis auf Wirbelkörpermetastasen sein. Die Symptome sollten mit einem Arzt abgeklärt werden, auch wenn eine Krebserkrankung noch nicht bekannt ist.

Besteht der Verdacht auf Wirbelkörpermetastasen, muss eine umfassende Diagnostik erfolgen. Hierzu gehören eine ausführliche Anamnese, bildgebende Verfahren (CT, MRT), Skelettszintigrafie sowie die Klassifikation via Scores zur Einteilung der Wirbelkörpermetastase. Eine Biopsie kann Klarheit und vor allem Hinweise auf den Primärtumor geben und sollte im Falle einer Vertebroplastie oder Kyphoplastie immer erfolgen.

Die Entstehung von Knochenmetastasen ist möglich, wenn der Tumor invasiv wächst. Das bedeutet, dass Krebszellen nicht in einem betroffenen Organ verbleiben, sondern streuen. Wird die Grenze eines Organs überschritten, können sie auch anderes Gewebe befallen. Über Blut oder Lymphe ist auch ein Befall von weiter entfernt liegenden Organen möglich. Bei Knochenmetastasen sind die Krebszellen von einem Primärtumor, z. B. Brustkrebs oder Prostatakrebs, in die Knochen gewandert und haben dort weitere Absiedlungen des Tumors gebildet. Diese heißten Metastasen oder Tochtergeschwulste. Bei Knochenmetastasen sind Krebszellen des Primärtumors, also z. B. Brustkrebszellen in den Knochen zu finden.

Was sind Wirbelkörpermetastasen (Skelettmetastasen)?

Im Verlauf vieler Tumorerkrankungen kann es zu Absiedelungen von Tumorzellen über das Blut- oder das Lymphsystem in andere Organe kommen. Dieser Vorgang wird Metastasierung genannt. Bilden sich diese Tochtergeschwülste in den Wirbelkörpern, wird dies mit den Begriffen Wirbelkörpermetastasen oder Skelettmetastasen bezeichnet. Wirbelkörpermetastasen sind somit Absiedelungen eines malignen Primärtumors in die Knochensubstanz, speziell im Wirbel. Sie entwickeln sich nicht aus Zellen des Knochengewebes, sondern aus Zellen des Organs, dem der Primärtumor entstammt. Mit am häufigsten betroffen von einer Metastasierung ist die Wirbelsäule, mit sogenannten Wirbelkörpermetastasen.

Wahrscheinlichkeit von Wirbelkörpermetastasen

Einige Krebsarten siedeln besonders häufig Tumorzellen in die Knochen ab. Dazu gehören v. a. Brustkrebs und Prostatakrebs. Ebenfalls sehr häufig treten Knochenmetastasen bei malignen Tumoren von Lunge, Niere oder Schilddrüse auf. Ist zum Zeitpunkt der Diagnose die Krebserkrankung weiter fortgeschritten, so ist es wahrscheinlicher, dass der Tumor gestreut hat und auch Knochenmetastasen vorliegen. Bei nachweislich ossärer, d.h. knöchener, Metastasierung von Tumoren ist die Wirbelsäule in etwa 50-80% betroffen.

Auf- und Abbauvorgänge im Knochengewebe werden vom Tumor beeinflusst

Die Knochensubstanz ist stetigen Auf- und Abbauprozessen unterworfen. Dies ist notwendig, um das Skelett bei Bedarf an sich ändernde Anforderungen anzupassen. Beide Prozesse sind dabei im Gleichgewicht. Es gibt Zellen, die Knochensubstanz aufbauen und solche, die sie abbauen. Der Aufbau des Knochengewebes wird von den Osteoblasten geleistet. Aus ihnen entwickeln sich die Knochenzellen oder auch Osteozyten. Diese Zellen bilden die Knochensubstanz. Abgebaut wird die Knochensubstanz von den Osteoklasten.

Knochenmetastasen können diese Vorgänge aus dem Gleichgewicht bringen und so die Bildung oder die Zerstörung von Knochengewebe fördern. Je nachdem, welcher Prozess in den Vordergrund tritt, unterscheidet der Mediziner osteolytische (Knochensubstanz abbauende) Metastasen, osteoblastische (Knochensubstanz aufbauende) Metastasen und gemischt osteolytisch/osteoblastische Metastasen.

Wirbelkörpermetastasen: Einfluss auf Lebensqualität

Knochenmetastasen sind nach Metastasen in Lunge und Leber die häufigsten Metastasen bei Krebserkrankungen und die häufigsten Knochentumoren im Erwachsenenalter. Maligne Primärtumoren in den Knochen sind gegenüber Knochenmetastasen relativ selten. Treten Knochenmetastasen auf, ist häufig die Lebensqualität der Betroffenen betroffen. Die Therapie ist in der Regel palliativ, d. h. die Lebensqualität soll solange es möglichst ist erhalten bleiben. Eingesetzt werden meist Bisphosphonate und Strahlentherapie. Aber auch Chemotherapie, Hormontherapie und operative Maßnahmen können zum Einsatz kommen. Neuerdings werden Wirbelkörpermetastasen minimalinvasiv mittels Radiofrequenz-Ablation zerstört und führen so im Idealfall zu sofortiger Schmerzreduktion.

Symptome von Wirbelkörpermetastasen

Häufiges Symptom bei Wirbelkörpermetastasen sind Schmerzen. Auch Wirbelbrüche treten ggf. auf. Drängen Wirbelkörpermetastasen bzw. benachbarte Strukturen ins Rückenmark, kann es u. U. zu Lähmungen kommen.

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